|
Die folgende Übersicht soll zukünftigen Weltreisenden bei Ihrer
Vorbereitung und Reiserei helfen:
Versicherungen:
Krankenversicherungen,
Lebensversicherungen
Rund ums Auto:
Autoversicherung,
Autonummer, Verschiffung,
Carnet de Passage
Rund ums Geld und Dokumente:
Kosten, Geldbezug,
Reisedokumente
Diverses:
Homepage, Digitalkamera,
Gasflaschen auffüllen
Versicherungen
Krankenversicherungen
Generell muss man sich bei einem Auslandaufenthalt der länger als 6 Monate
dauert, bei der Einwohnerkontrolle abmelden. Dies kann aber je nach Gemeinde
verlängert werden.
Ist man bei der Einwohnerkontrolle abgemeldet, so hat dies unter anderem
zur Folge, dass die meisten Krankenkassen einen nicht mehr versichern.
Es gibt aber verschiedene internationale Versicherer die eine Deckung
anbieten:
| Versicherung |
Kommentar |
| KPT |
Gutes Leistungspaket. Bieten auch Unfallversicherung an. |
| Visana |
Bieten das Paket von IHI an. Umfangreich, aber teuer |
| Swiss Health Insurance |
Bieten das Paket von IMG an. Günstig, aber
eingeschränktes Leistungsangebot in den USA und Canada |
| International Private Healthcare |
Günstiges und vollständiges
Versicherungangebot. Haben wir seit dem 2. Jahr abgeschlossen
http://www.iph.uk.net/ |
| Site |
Sehr günstige Reisekrankenversicherung mit
einem guten Angebot
http://www.site-insurance.com |
|
nach oben |
Lebensversicherungen
In der Schweiz geniesst man als Arbeitnehmer einen hervorragenden sozialen
Schutz mit dem 3-Säulenprinzip. Bei einem Unfall oder Krankheit ist man über
die IV, die Krankentaggeldversicherung, die Pensionskasse und die
Unfallversicherung soweit abgedeckt, dass bei einer Invalidität eine Rente von
ca. 80-90% des letzten Lohns bis zur Pensionierung ausbezahlt wird.
Anders sieht dies aus, wenn man nicht mehr arbeitstätig ist. Dann bleiben nur
noch die IV und der einbezahlte Betrag aus der 2.Säule und eine allfällige 3.
Säule übrig Erwerbsausfallversicherung
Die meisten Versicherer bieten eine Erwerbsausfallversicherung an, die
individuell zusammengestellt werden kann.
Bsp.: Jährliche Rente von CHF 24'000 bis zur Pensionierung, Wartefrist 12
Monate: Kosten: ca. CHF1'000-1'500 pro Jahr.
Pensionskasse
Das Kapital aus der beruflichen Vorsorge (2. Säule) kann auf ein
Freizügigkeitskonto bei Banken oder Versicherungen oder in den Pool der Pensionskassen
gelegt werden. Banken bieten eine höhere Rendite an, bei Versicherungen besteht
die Möglichkeit noch ein Risikoversicherung für Tod und Invalidität
abzuschliessen.
Wird das Geld in den Pool der Pensionskassen transferiert, so wird bei
Invalidität auch eine jährliche Rente ausbezahlt, die von der Höhe des
Kapitals abhängt. Wir haben folgende Zusatzversicherungen abgeschlossen:
| Versicherung |
Kommentar |
| KPT und Schweizer Mobiliar |
Zusatz-Unfallversicherung für Tod (CHF 10'000)
und Invalidität (CHF 300'000) |
| Schweizerische Mobiliar |
Erwerbausfallversicherung durch Unfall oder
Krankheit: Jährliche Rente von CHF 24'000. |
| Pool der Pensionskassen |
Jährliche Rente bei Invalidität |
| Rega |
Einmaliger Betrag bei Invalidität |
| Paraplegikerstiftung |
Einmaliger Betrag bei Invalidität |
|
nach oben |
Rund ums Auto
Autoversicherung
Die Schweizer Autohaftpflichtversicherung ist nur in den Ländern gültig, die
auf der grünen Versicherungskarte vermerkt sind. Für alle anderen Kontinente
muss eine separate Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Dies kann
über die unten aufgeführten Versicherer geschehen, teilweise direkt am Zoll
bei der Einreise oder wie von anderen Reisenden zu hören ist, auch gar nicht.
Wir haben erfahren, dass die Winterthur eine weltweite
Autohaftpflichtversicherung anbietet, also hartnäckig nachfragen.
Wir fahren seit wir Mexiko verlasssen haben, ohne jegliche Versicherung herum,
da wir davon ausgehen, dass mit unserer vorsichtigen Fahrweise die
Wahrscheinlichkeit sehr klein ist, dass wir einen Unfall verursachen. Falls
jemand von uns eine Versicherung sehen will, zeigen wir ihm die grüne
Versicherungskarte.
| Versicherung |
Kommentar |
| Tour Insure |
Haftpflicht und Vollkasko für USA und Canada.
Nur Haftplicht für Südamerika |
| Sea Bridge |
Haftplicht und Vollkasko für USA, Canada und Mexiko,
wobei für Mexiko an der Grenze eine separate Haftpflichtversicherung
abgeschlossen werden muss. |
Autonummer
Kann für ein Jahr beim Strassenverkehrsamt deponiert werden. Gegen eine
Gebühr von 25 CHF kann diese Aufbewahrung um ein Jahr verlängert werden. Somit
muss keine Fahrzeugsteuer bezahlt werden.
Anstatt der Originalnummer kann eine Kopie erstellt werden. Die Polizisten
und Zöllner im Ausland haben eh keine Ahnung, wie die Schweizer Nummer
aussieht. Aus Diebstahlgründen habe wir vorne kein Nummernschild montiert
und hinten ist es im Auto drin an der Heckscheibe. Bisher wurden wir
deswegen nie angehalten oder kontrolliert.
In Brasilien haben wir uns eine neue Autonummer machen lassen, wo Suiza und
Switzerland draufgedruckt sind, damit wir nicht immer gefragt werden, wo wir
denn her sind. Funktioniert prima.
In Ushuaia haben wir die wildesten Kreationen von Autonummern gesehen: Von
laminierten Farbkopien bis zu selbst beklebten Plastikschildern.
nach oben
Verschiffung
Generell kann das Fahrzeug per RoRo (Roll on Roll off Fähre) oder per
Container verfrachtet werden. RoRo ist günstiger, hat aber den Nachteil, dass
Sachen aus dem Fahrzeug gestohlen werden können. Container sind sicher, aber
dafür teurer wegen den anfallenden Verlade- und Ausladegebühren.
Daneben kann der Transport von der Schweiz aus oder z.B. von Deutschland aus
erfolgen. Von Deutschland ist es günstiger, dafür muss der Weg rauf und
runter einkalkuliert werden.
Hier eine Übersicht der von uns angefragten Tranportunternehmen:
| Transporteur |
Kommentar |
| Schweiz |
|
| Natural AG, Basel |
Container ab Basel, RoRo ab Zeebrücke |
| Spediteam, Basel |
Container ab Basel |
| Car Traffic, Genf |
Container und RoRo |
| |
|
| Deutschland |
|
| Woick Ship n Fly |
Container und RoRo ab Bremerhaven |
| Deugro |
Container und RoRo ab Bremerhaven |
| Seabridge |
RoRo ab Bremerhaven |
| |
|
| Internationale Reedereien |
|
| Wallenius Willemsen |
Vor allem RoRo |
| Hamburg Süd |
|
| Marfret |
Benutzten wir von Panama nach Venezuela.
Siehe dort bei den Reisetips |
| NYK |
Vor allem RoRo |
| K-Line |
Vor allem RoRo |
| Maersk |
|
| Lloyd |
|
| Mitsui O.S.K Line (MOL) |
|
| |
|
Wir haben unseren Landrover mit Seabridge per RoRo nach New York verschifft
und waren sehr zufrieden mit dem gebotenen Service. Das Fahrzeug war
unbeschädigt und es ist nichts gestohlen worden.
Wird nach New York verschifft, so ist es empfehlenswert mit einem Mietauto
zu nehmen, da die Hafenanlage riesig und unübersichtlich ist. Mit
öffentlichen Verkehrsmitteln ist kein Durchkommen. Die anderen Destinationen
wie Baltimore oder Halifax sollen bedeutend übersichtlicher sein.Die
ganzen Zollformalitäten hat ein Broker für uns erledigt und hat problemlos
geklappt.
nach oben
Carnet de Passage
Erleichtert die Zollformalitäten für das Fahrzeug bei der Ein- und Ausreise.
Bedingt eine Kaution von ca. der Hälfte des Wagenwertes. Man kann mit seiner
Bank vereinbaren, dass diese die Bürgschaft für diese Summe übernehmen,
somit muss man das Geld nicht zinslos auf ein Sperrkonto schieben. Dieser
Service ist natürlich mit Bankspesen verbunden. Eine gründliche Kalkulation
ist empfehlenswert.
Nach Aussagen von vielen Reisenden wird das Carnet aber meistens nicht
benötigt. Man kann es daher mitnehmen, aber nur im Notfall abstempeln lassen.
Somit lassen sich allfällige Regressforderungen von Zollbehörden bei einem
Verlust des Fahrzeugs umgehen.
Das Carnet ist bei ACS und TCS erhältlich.
nach oben Rund
ums Geld und Dokumente Kosten
Ist eine vielgestellte Frage und kommt natürlich auf den eigenen
Lebensstil drauf an. Wir versuchen sehr günstig zu leben und können dadurch
unsere Lebenskosten sehr tief halten.
Dazu gehört aber:
- Keine Hotels und nur selten Campingplätze, stattdessen campieren wir
häufig wild, siehe auch Reisetips.
- Alle Mahlzeiten selber kochen und selten auswärts essen gehen.
- Fahrzeugwartung selber durchführen. Da weiss man auch, dass nicht
gepfuscht wird Kosten 1. Reisejahr (August 2002 - Juli 2003)
Wir waren hier vorwiegend in den USA und Kanada und dementsprechend waren
die Kosten auch höher.
Gesamtkosten: 37'383 CHF

Kosten Jahr 2003
Überschneidung mit der oberen Abrechnung, doch hier der Transport und
Flüge nicht drin sind, wir fast 8 Monate in
Mexiko waren und die Versicherungen ein wenig optimiert haben, sind die
Kosten rapide gesunken. Gesamtkosten: 27'143 CHF

Kosten Jahr 2004

Gesamtkosten: 25'105 CHF nach oben
Geldbezug
Wir beziehen unser Geld ausschliesslich mittels EC-Karten oder
Kreditkarten (Visa und Mastercard). Dies klappt in allen Ländern
ausgezeichnet. Auf den Bezug mit EC-Karten wird meistens eine Gebühr
verrechnet und beim Bezug via Kreditkarte kann der Wechselkurs ein wenig
schlechter sein. Doch das nimmt man gerne in Kauf, wenn man nicht bei den Banken
Schlange stehen muss, um seine Checks einzulösen.
ACHTUNG: Der sechstellige Code auf den Karten wird im Ausland nicht überall
akzeptiert, daher besser auf vierstelligen Code übergehen. Der Wechsel des
Codes im Ausland ist selten möglich.
American Express Reisecheques haben wir als eiserne Reserve dabei.
nach oben
Reisedokumente
Wir haben alle wichtigen Dokumente, wie auch Kreditkarten, etc.
eingescannt, auf CD gebrannt und codiert auf einem Webserver abgelegt.
Von allen
Ausweisen haben wir mehrere Farbkopien gemacht, diese laminiert und zeigen
nur diese. Sie sehen offizieller aus als die Originalausweise und können
entbehrt werden, falls sie ein Polizist nicht mehr zurückgeben will.
nach oben
Diverses Homepage
Wir werden häufig angefragt, wie wir unsere Homepage aus der Ferne
aktualisieren. Dies ist eigentlich die einfachste Sache.
Wir erstellen die Homepage auf unserem Laptop und aktualisieren dann die
Page. In den meisten Internetcafés kann man seinen Laptop via Ethernet ans
Netzwerk anstöpseln und via FTP können dann die Dokus auf den Webserver
hochgeladen werden. nach oben
Digitalkamera
Wir haben noch eine komplette Spiegelreflexausrüstung dabei, doch
verwenden diese sehr selten. Die Digitalkamera ist viel kleiner, man kann
sie überall hin mitnehmen und auch unbemerkt Menschen fotografieren. Man
muss keine Filme und Entwicklung zahlen und kann dadurch viel mehr knipsen,
was nicht immer von Vorteil sein muss.
Wichtig ist, die Fotos immer wieder auf CD-Rom zu brennen, da ansonsten bei
einem Harddiskcrash alle Ferienerinnerungen im Eimer sind.
In Fotoshops und Internetcafés können häufig auch CD-ROM's direkt von der
Speicherkarte her gebrannt werden, für Leute, die keinen Laptop dabei haben.
nach oben
Gasflaschen auffüllen
Jedes Land hat seine eigenen Gasanschlüsse. Wir haben einen
Anschluss in der Schweiz gekauft, der auf unsere 5 kg CH-Flasche passt und haben
uns in den USA den amerikanischen Anschluss auf die andere Seite drauflöten
lassen. Funktioniert perfekt. Am besten nimmt man 2-3 CH-Anschlüsse mit,
dann kann man improvisieren.
Es gibt auch Adaptersets, vor allem in Deutschland erhältlich, doch wissen
wir nicht, ob die auch auf CH-Flaschen passen.
Füllen klappt an den meisten Füllstationen. In den USA tun sie ab und zu
blöd, da die CH-Flaschen kein Überdruckventil haben und sie ein solches
verlangen, doch meistens klappt es.
Folgende Länder haben auch den Ami-Adapter:
Mexiko, Panama, Argentinien, Peru, Ecuador. In den anderen Ländern mussten
wir nicht füllen und können daher keine Aussage machen.
nach oben |