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Wie im letzten Reisebericht versprochen, kommen hier
unsere Erlebnisse rund um Moab. Insgesamt blieben wir über ein Woche in
Moab. Den ersten Tag quälten wir unseren Landy auf einer einfachen
Einsteigertour über Schotter und Sanddünen. Die nächsten drei Tage
quartierten wir uns an einem ruhigen Ort in der Wüste ein und quälten uns
und unsere Mountainbikes über diverse Routen. Jede Route hatte einen
absolut anderen Charakter. Am ersten Tag wählten wir eine einfache
Einsteigerroute, mit Single Trail und Slickrock. Slickrock ist Sandstein
auf dem Reifen der Mountainbikes absolut genialen Halt haben, Auf- und
Abfahrten in irrem Winkel sind möglich. Am zweiten Tag wollten wir
eigentlich noch mehr Slickrock fahren, doch irgendwie haben wir den
richtigen Weg nicht gefunden und sind stattdessen nur im Sand geradelt.
Folge davon: viel Schweiss für wenig Kilometer. Am dritten Tag haben wir
dann unseren Slickrock auf dem Bartlett Trail endlich gefunden und voll
genossen: wie auf einer überdimensionalen, versteinerten Welle konnten wir
mit unseren Bikes herumkurven.
Um unserem hartgewordenen Sitzfleisch eine Ruhepause zu verschaffen,
machten wir tags darauf einen Exkurs in den Arches NP: Durch Erosion entstandene
Steinbogen in den verschiedensten Variationen und Farben. Ein Pfad führt
an den schönsten Bogen vorbei. Auf dem Rückweg zum Auto wählten wir den
primitive trail, der einiges an Kletterei über Kuppen und Felsen
beinhaltete.
Als absolutes Mountainbike-Highlight sparten wir uns den Slickrock Trail für den
Schluss auf: Ein 20km langer Rundkurs wie es der Name sagt, nur über Slickrock, der motorisiert
oder nichtmotorisiert unter die zwei Räder genommen werden kann. Wir
wählten die schweisstreibende nichtmotorisierte Variante. Es war ein
absolut geniales Erlebnis: Slickrock vom Feinsten, schwierigste Abfahrten,
bei denen man das Gefühl hat über den Lenker zu fliegen, Auffahrten, fast
senkrecht, doch das Hinterrad klebt und wenn die Oberschenkel mitmachen,
so kommt man auch rauf. Wird aber das Gewicht falsch verlagert, so
gibt es einen Wheelie oder das Hinterrad rutscht durch und man schlittert
unsanft den Felsen wieder runter. Das ganze führt durch eine fantastische
Landschaft ob Moab mit genialen Ausblicken runter auf den Colorado River.
Kurzum DAS Eldorado für jeden Mountainbiker.
Zum Abschluss unseres Moab Urlaubs nahmen wir im Canyonlands NP den White
Rim Trail in Angriff, siehe Detailkarte oben: 160 km Schotter, knackige
Auf- und Abfahrten, auf denen wir um die Bodenfreiheit und Steigfähigkeit
unseres Landys froh waren und eine faszinierende Landschaft rundherum:
Canyons und Felstürme so weit das Auge reicht. Einfach unbeschreiblich und
unvergesslich. Wir liessen uns Zeit und fuhren in zwei Tagen diese
anspruchvolle Tour durch.
Wir haben die Zeit in Moab voll genossen und würden eigentlich noch länger
bleiben, doch es gilt noch all die weiteren Nationalparks (Brice, Zion,
Grand Canyon, etc. noch vor dem Wintereinbruch zu besuchen. So long Moab. |