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Wie die Zeit vergeht, eigentlich hatten wir vor, zwei
Wochen in La Ventana zu bleiben, danach für weitere zwei Wochen nach Los
Barriles zu dislozzieren und anschliessend langsam den Weg wieder nach
Norden anzutreten, damit wir gegen Ende April bei Vancouver wären um die
Pisten in Whistler Mountain unsicher zu machen, doch es ist Ende März und
wir sind immer noch hier in La Ventana. Der Grund ist ganz einfach, es
gefällt uns hier so gut, dass es gar nicht so einfach ist die Anker zu
lichten und weiterzuziehen. Das Skifahren lassen wir sausen und bleiben
lieber bis Mitte April hier in der Baja.
Am Tagesprogramm hat sich eigentlich nicht viel geändert, hat es Wind, so
steht natürlich Windsurfen und Kiten auf dem Programm und falls nicht, so
wird gelesen, spanisch gebüffelt, gebiked, gejogged, gestretcht,
geschnorchelt und, und, und ... . Langeweile ist bisher nicht aufgekommen
und vom Kulinarischen her könnte uns auch nicht besser gehen, so viel
frisches Obst und Gemüse haben wir auf der ganzen Reise nicht verdrückt.
Der Februar war von der Windausbeute her gesehen nicht sonderlich gut, nur
an ca. 40% der Tage waren wir auf dem Wasser. Der März sah mit ca. 50 %
Windausbeute ein wenig besser aus.
Nach 6 Wochen La Ventana machten wir uns auf, zu einer zweiwöchigen
Rundtour um den Südzipfel der Baja California. Zu Beginn ging es richtig
offroadmässig der Küste entlang nach Los Barriles, was ebenfalls eine
Windsurfdestination in der Baja ist, doch leider gab es auch hier während
vier Tagen keinen Wind, so packten wir unsere Drahtesel aus und heizten
zwischen den Kakteen rum, was natürlich einige Plattfüsse zur Folge hatte.
Ein lokaler Fischer hatte seine liebe Freude daran, dass wir den weiten
Weg aus der Schweiz hierher genommen haben und versorgte uns kostenlos mit
Fisch. Weiter ging es nach Cabo Pulmo, welches noch das einzige lebendige
Korallenriff in der Baja hat. Natürlich packten wir unsere
Schnorchelausrüstung aus und erkundeten die Unterwasserwelt. Es war schon
faszinierend, man fühlte sich wie im Aquarium, wir haben selten so viele
Fische auf einem Haufen gesehen.
Hier haben wir auch ein paar Amis aus San Diego getroffen, die hier ein
Wochenendhaus an einem der schönsten Strände haben und die waren so
fasziniert von all den Toys die wir auf dem Autodach verstaut hatten, dass
sie uns spontan für zwei Tage zu sich eingeladen haben. Morgens früh um
5:30 stand Fischen auf dem Programm, das Zucken an der Angel liess nicht
lange auf sich warten und somit war der Speiseplan für diesen Tag auch
schon vorbestimmt. Thanks Ted !!!
Weiter ging es vorbei an unzähligen schönsten Sandstränden nach San José
de Cabo, wo zu unserer Überraschung gerade das Fest des lokalen
Schutzheiligen stattfand. Eine Riesenfiesta mit Jahrmarkt, Feuerwerk und
diversen Vorführungen auf der Bühne.
Die nächste Destination hiess Cabo San Lucas. Dies ist das amerikanische
Pendant zur Playa del Ingles auf den Kanarischen Inseln. Unzählige Hotels
reihen sich hier am wunderschönen Sandstrand entlang und die eingeflogenen
Amis grillen sich bleichhäutig in der Sonne.
Weiter ging es zum Künstlerörtchen Todos Santos, wo das legendäre, von den
Eagles besungene "Hotel California" steht. Hier hat das
schweizerisch-tschechische Paar Libuše und
Jürg Wiesendanger ein wunderschönes Hotel mit exquisitem Restaurant
aufgebaut. Libuše hat in Prag die Kunstakademie abgeschlossen und ist auch
hier künstlerisch tätig und ihre Bilder können im Restaurant besichtigt
werden. Sobald wir wieder zu Hause sind und wieder Geld haben, leisten wir
uns auch ein Bild von ihr.
Bei Todos Santos, sind an der Pazifikküste die besten Strände zum
Wellenreiten zu finden. Natürlich konnte Petr der Versuchung nicht
widerstehen, sich ein Brettl auszuleihen und sein Glück ohne Segel
auszuprobieren. Naja, ausser viel Paddeln, etlichen Waschgängen und einer
triefenden Nase hat nicht viel herausgeschaut, so bleibt der Schuster
wieder bei seinen Leisten und Petr bei seinen windangetriebenen
Sportgeräten (der Erfinder des Windsurfens hat sich schon was dabei
gedacht, als er ein Segel auf ein Surfbrett gepappt hat !!!)
Nach einem Grosseinkauf in La Paz ging es wieder "nach Hause" nach La
Ventana, wo wir freudig von Monika und Fritz empfangen wurden. Hier
bleiben wir voraussichtlich noch die nächsten zwei Wochen und machen uns
Anfangs April auf den weiten Weg nach Norden.
Mitte Mai sollten wir wieder in San Francisco eintreffen und dann könnt
Ihr, liebe Leser wieder reinschauen, um zu sehen, wie es uns ergangen ist.
Bis dann heisst's wieder mal Hasta Luego. |