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Nachdem wir Florianopolis einmal am Wochenende erlebt haben, wodie
ganze Stadt mit 20-25jährigen gefüllt war und voll die Post abging, fuhren
wir der Küste entlang weiter nach Süden und danach ab in die Berge nach
Canela und Gramado. Beides kleine, voll touristische Städtchen, die
ebenfalls von deutschen Einwanderern gegründet wurden und in denen immer
noch einige Fachwerkhäuser stehen. Gramado ist vor allem bekannt für seine
Schokoladenfabrikation und wir konnten eine kleine Führung absolvieren,
mit anschliessender Verkostung der Produkte. War echt gut, doch an
Schweizer Schokolade, kommen sie noch nicht ran.
Weiter ging es nach Bento Goncalves, genauer gesagt ins Valle de
Vinhedos. Hier haben sich vor allem italienische Einwanderer
niedergelassen und die haben neben Pasta, Käse und Prosciutto natürlich
auch ihren Wein mitgebracht und kultiviert. Bei strömendem Regen fahren
wir von Weingut zu Weingut, degustieren uns durch die Weinkeller, kosten
Käse und Schinken und ein Weinbauer lädt uns sogar ein, bei ihm auf dem
Hof zu übernachten. Beim Nachtessen erfahren wir viel über die Region und
ihre Einwanderer. Wir waren sehr erstaunt zu hören, dass in dieser Region
im Winter die Temperatur häufig unter die Nullmarke sinkt und dass es hin
und wieder schneien kann. Ha, schon wieder was gelernt.
Weiter durch Porto Allegre, das herzlich wenig bietet und wir in
einer Stunde mit dem Auto durchfahren haben , zur uruguayanischen Grenze.
Die Strecke führt durch weite, sumpfige Ebenen, die fast unbesiedelt sind
und ein Vogelparadies sind. Als glänzendes Highlight müssen wir unterwegs
bei einem Lastwagen noch Diesel abkaufen, da wir in der Hoffnung, dass der
Diesel ausserhalb der Stadt billiger wird, nicht aufgetankt haben und die
nächste Tankstelle wollte und wollte nicht kommen.
Den Grenzübergang passieren wir innerhalb von fünf Minuten und haben um
22:25 Brasilien nach vier Monaten wieder verlassen und übernachten im
Niemandsland zwischen Brasillien und Uruguay.
Wehmütig lassen wir an dem Abend unsere Zeit in Brasilien passieren. Es
hat uns hier sehr gut gefallen und wir sind begeistert von der
Freundlichkeit und Gastfreundschaft der brasilianischen Bevölkerung.
Wir kommen wieder, Ate logo Brasil !
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