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Vom Kejimkumik Nationalpark folgen wir der Küste nach
Halifax. Unterwegs machen wir Halt im malerischen Lüneburg, welches von
der Unesco als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt wurde. Alle Häuser sind im
Stil der ersten Siedler aus dem Jahr 1750 renoviert und man wähnt sich
wirklich ein paar Jahrhunderte in der Zeit zurückversetzt.
Die Strasse führt kilometerweit durch menschenleere Gegend: Wälder,
unzählige Seen und ab und zu tauchen ein paar Häuser auf, doch insgesamt
ist die ganze Gegend sehr spärlich besiedelt, etwas, was wir uns von
der Schweiz her nicht gewohnt sind. Ab Peggy's Cove, welches ein
wunderschönes Fischerdorf ist und schon vor dem tragischen Absturz der
SR111 ein vielbesuchter Touristenort war, ändert sich die Küstenform und
wird zunehmend felsiger.
In Halifax angekommen, quartieren wir uns im Campingplatz ein, packen den
Laptop in den Rucksack und radeln fast 50 Minuten nach Halifax Downtown.
Dort verbringen wir fast 3 Stunden im Internet Café, laden die Homepage
runter, damit Du, werte Leserin und werter Leser immer à jour bist, was
gerade bei uns so läuft, checken unsere Mails und surfen sonst noch herum.
Halifax ist eine angenehme Stadt mit ca. 120'000 Einwohnern und dem
höchsten Anteil an 18-25 Jährigen von ganz Kanada. Dementsprechend geht es
auch zu: Es hat viele Bars mit Live Music, Strassenrestaurants etc..
Nachts radeln wir in den Camping zurück: Ist schon ein ungewohntes Gefühl
auf einer dreispurigen Autobahn nachts herumzuradeln.
Von Halifax aus geht es rauf zum Cape Breton, der faszinierende
Küstenlandschaften bietet. Wir finden ein wunderschönes Plätzchen mit
eigenem Privatstrand und verbringen zwei Tage dort mit Lesen, Details am
Landy verbessern, etc.. Am Abend machen wir Autokino: wir knallen eine DVD
in den Laptop und ziehen uns Richard Gere und Kim Basinger rein. Ebenfalls
erleben wir hier schon die erste frostige Nacht. Am knisternden Lagerfeuer
lässt sich die Kälte noch aushalten, doch im Zelt wird es schon ziemlich
frisch.
Die Küste ähnelt teilweise dem US-Highway #1 (Los Angeles nach San
Francisco), doch hat es noch deftige Schotterwege, die uns in entlegenste
Fischerdörfchen führen.
Eigentlich wollten wir von Cape Breton nach Neufundland übersetzen und von
dort weiter nach Labrador und zur Happy Valley Goose Bay verschiffen, doch
leider ist die Küstenstrasse nach Cartwright in Labrador noch nicht
fertiggestellt. Daher planen wir, von Quebec per Schotterstrasse zur Happy
Valley Goose Bay zu fahren.
Von Cape Breton geht es weiter der Küste entlang nach Cribbons Point, wo
wir in einem kleinen Fischerdorf die dortigen Fischspezialitäten (Lobster
und allerlei anderes Seegetier) ausprobieren. Unterwegs legen wir noch
einen Stopp bei den Jost Wineries ein, machen bei der Führung mit, lassen
uns den Weinkeller zeigen und degustieren danach noch ein paar ihrer
Erzeugnisse, leider dürfen pro Person nur vier Weine degustiert werden. Es
geht weiter zum Beginn der Prince Edward Bridge, nach kanadischen Aussagen
mit 13km die längste Brücke der Welt, die Oresund-Brücke ist zwar länger, doch
hat sie eine kleine Insel dazwischen.
Im Kouchibougouac Nationalpark geniessen wir nach zwei fahrintensiven
Tagen (2*7 Stunden reine Fahrzeit) einen lockeren Beachtag und kultivieren
unsere allmählich verblassende Bräune.
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