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Zu den Fotos Ich sitze
hier im Abflugbereich des Aucklander Flughafens, Esther ist schon vor
knappen drei Wochen abgeflogen, mein Mountainbike und den
Rucksack (total genau 35 kg) habe ich wider Erwarten problemlos und vor
allem kostenlos einchecken können und bald geht es via Singapur nach Hause.
Jaaa, liebe Leserschaft, das ist ne flotte Überraschung, gelle !? Doch
bevor Ihr erfahrt, was hier abgeht, müsst Ihr Euch noch
durch den Norden Neuseelands durchkämpfen ;) Nach unserem
weihnächtlichen Futtermarathon in Auckland fahren wir am 31.12. in
den Norden nach Ruakaka, wo wir bei Franks Kollegen gemeinsam
Sylvester feiern. Ewan's Strandhaus ist super gelegen, es sind noch
etliche andere Freunde da und bei einem Bierchen freuen wir uns über ein
Wiedersehen mit den Fitzlaffs. Der Essensmarathon wird fortgesetzt und
noch durch Zugabe von alkoholischer Flüssignahrung ergänzt. Um Mitternacht
ist die Stimmung schon feuchtfröhlich und wir prosten uns ins Jahr
2006. Danach versuchen Frank und ich noch die Schweizer Ehre im Billard
aufrechtzuerhalten, doch Ewan und Paul werden je besoffener desto besser,
was man von uns keineswegs behaupten kann. So nehmen die beiden wenigstens
Rache daran, dass wir Schweizer die bessere Segelnation sind ;)
Ganze vier Tage bleiben wir dort hängen, können am zweiten Tag sogar echten
schottischen Highlandgames beiwohnen, wo sich schottenberockte
Muskelprotze in diversen Disziplinen messen. Den Rest der Tage verbringen
wir bei herrlichem Wetter am Strand, im Pool oder beim Billardspiel.
Nach diesen herrlichen, aber leberschädigenden Tagen verabschieden wir uns
von der ganzen Kiwitruppe (Thanks Ewan and Penny), und von den Fitzlaffs, die
ein schärferes Reisetempo anschlagen müssen und fahren der Ostküste
entlang gen Norden. Immer wieder bleiben wir in einer der vielen schönen
Buchten hängen und geniessen das endlich eingetroffene warme
neuseeländische Sommerwetter, was soviel wie 24°C tagsüber und etwa 15°C
Nachttemperatur bedeutet.
In der Cooper's Beach lernen wir die Schweizer Martha und Roli
kennen, die hierhin ausgewandert sind und ein schönes B&B mit
fantastischer Aussicht führen. Sie laden uns zum Nachtessen ein und wir
können bei ihnen auf dem Vorplatz übernachten. Herzlichen Dank! Keine 10
km weiter prangt an einem Wegweiser ein Schweizer Kreuz mit einem
Windsurfer drauf, nichts wie Abbiegen. Hier treffen wir Rosi und Andreas,
die ebenfalls hierhin ausgewandert sind und unter anderem eine
Windsurfschule betreiben. Natürlich gibt es hier nebst excellentem Honig
auch Tips wo es den besten Wind hat.
Weiter geht es zur Kerikeri Peninsula, wo Gary, ein Kollege eines
Kollegen ein tolles Strandhaus mit einer fantastischen Aussicht auf die
Bucht inklusive
Sonnenuntergang hat. Gleich am ersten Abend gibt es BBQ und die nächsten
Tage verbringen wir mit kleinen Ausflügen: weisser Sandstrände, türkisblaues Wasser und grüne Hügel mit
weissen Wollknäueln (dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein,
dass es sich dabei um .... ja, ..... ja, genau, ...... Schafe handelt !!!)
und weit und breit keine Menschenseele. Uns persönlich hat die Gegend hier
oben im Norden von ganz Neuseeland am Besten gefallen.
Zwischendurch machen wir noch einen Ausflug ans Cape Reinga,
kraxeln auf die Düne und bleiben zwei Tage in der wunderschönen
Spirits Bay. Runter geht es auf der Ninety Miles Beach.
Effektiv sind es nur 90 Kilometer, doch das tut dem Spass keinen Abbruch,
mit 80 Sachen über den Sandstrand zu brettern. Der Wind schaut nicht so
schlecht aus und ich packe den Kite aus. Doch leider ist die Strömung
ziemlich stark, der Wind böig und ich komme kaum auf Touren. Dafür sind
tags darauf die Bedingungen in der Doubtless Bay richtig gut und es
macht Spass mal wieder zwischen den Wellen herumzudüsen. Zurück bei Gary
geniessen wir die herrlichen Sonnenuntergänge auf seiner Terrasse.
Nach diesen entspannenden Tagen machen wir uns auf den Weg entlang der
Westküste nach Auckland. Auch hier interessante Küstenlandschaft und immer
wieder herrliche Ausblicke auf Meer und Klippen.
In Auckland quartieren wir uns wieder bei meiner Cousine ein und sie
schenkt uns zum Abschied noch einen Rundflug um Auckland. Es war absolut
super. Thanks a lot Zuza and Colin !!! Und nun kommen wir zur Auflösung, was es mit dem Abflug auf sich hat:
Nach 3.5 Jahren der Reiserei haben wir beide Lust auf eine Auszeit,
endlich mal wieder Familie und Freunde zu treffen, die kulturelle Vielfalt
in Europa zu geniessen, mal wieder auf Skis und Snowboard zu stehen, die
Fussball-WM ohne Zeitverschiebung mitzuerleben und die Reisekasse ein
wenig aufzufüllen.
Wir haben unseren Landy an einem sicheren Ort bei Auckland eingestellt und
im Herbst geht es dann wieder zurück nach Neuseeland und von dort
verschiffen wir dann weiter nach Australien.
Die Mountainbikes kommen mit nach Hause und noch diverse
andere Sachen, die wir zu Hause brauchen oder auf der Reise nicht mehr
benötigen werden eingepackt. Mit der Personenwaage checken wir das
Gewicht, damit wir nicht über das Limit kommen, da jedes Kilo drüber mit
88CHF zu Buche schlägt.
Nachdem ich mich von Esther verabschiedet habe (sniff), ist Stefan ein guter Freund von mir in
Auckland eingetroffen und wir sind zweieinhalb Wochen lang über die
Nordinsel gebrettert und ich habe ihn noch von Highlight zu Highlight
gekarrt. War mal was anderes als Männerduo durch die Gegend zu düsen.
Nachdem Stefan abgeflogen ist, habe ich noch den Landy eingemottet, er
bleibt nun für 6 Monate südlich von Auckland sicher eingestellt und nach
unserer Rückreise nach Neuseeland werden wir ihn nach Australien
verschiffen und dort geht die Reiserei weiter. Das wär's
mal von uns. Doch keine Angst, es wird keine Funkstille geben, wir werden
auch von Zeit zu Zeit ein paar Eindrücke und Bilder aus der Schweiz aufs Netz
knallen. Ciao, hasta luego, so long, ate logo |