73. REISEBERICHT:   24.12.2005 - 10.2.2006

Von Auckland rauf nach Cape Reinga und wieder zurück

Bisherige Route Gesamtübersicht:

Diese Etappe:

Zu den Fotos

Ich sitze hier im Abflugbereich des Aucklander Flughafens, Esther ist schon vor knappen drei Wochen abgeflogen, mein Mountainbike und den Rucksack (total genau 35 kg) habe ich wider Erwarten problemlos und vor allem kostenlos einchecken können und bald geht es via Singapur nach Hause.
Jaaa, liebe Leserschaft, das ist ne flotte Überraschung, gelle !? Doch bevor Ihr erfahrt, was hier abgeht, müsst Ihr Euch noch durch den Norden Neuseelands durchkämpfen ;)

Nach unserem weihnächtlichen Futtermarathon in Auckland fahren wir am 31.12. in den Norden nach Ruakaka, wo wir bei Franks Kollegen gemeinsam Sylvester feiern. Ewan's Strandhaus ist super gelegen, es sind noch etliche andere Freunde da und bei einem Bierchen freuen wir uns über ein Wiedersehen mit den Fitzlaffs. Der Essensmarathon wird fortgesetzt und noch durch Zugabe von alkoholischer Flüssignahrung ergänzt. Um Mitternacht ist die Stimmung schon feuchtfröhlich und wir prosten uns ins Jahr 2006. Danach versuchen Frank und ich noch die Schweizer Ehre im Billard aufrechtzuerhalten, doch Ewan und Paul werden je besoffener desto besser, was man von uns keineswegs behaupten kann. So nehmen die beiden wenigstens Rache daran, dass wir Schweizer die bessere Segelnation sind ;)
Ganze vier Tage bleiben wir dort hängen, können am zweiten Tag sogar echten schottischen Highlandgames beiwohnen, wo sich schottenberockte Muskelprotze in diversen Disziplinen messen. Den Rest der Tage verbringen wir bei herrlichem Wetter am Strand, im Pool oder beim Billardspiel.
Nach diesen herrlichen, aber leberschädigenden Tagen verabschieden wir uns von der ganzen Kiwitruppe (Thanks Ewan and Penny), und von den Fitzlaffs, die ein schärferes Reisetempo anschlagen müssen und fahren der Ostküste entlang gen Norden. Immer wieder bleiben wir in einer der vielen schönen Buchten hängen und geniessen das endlich eingetroffene warme neuseeländische Sommerwetter, was soviel wie 24°C tagsüber und etwa 15°C Nachttemperatur bedeutet.
In der Cooper's Beach lernen wir die Schweizer Martha und Roli kennen, die hierhin ausgewandert sind und ein schönes B&B mit fantastischer Aussicht führen. Sie laden uns zum Nachtessen ein und wir können bei ihnen auf dem Vorplatz übernachten. Herzlichen Dank! Keine 10 km weiter prangt an einem Wegweiser ein Schweizer Kreuz mit einem Windsurfer drauf, nichts wie Abbiegen. Hier treffen wir Rosi und Andreas, die ebenfalls hierhin ausgewandert sind und unter anderem eine Windsurfschule betreiben. Natürlich gibt es hier nebst excellentem Honig auch Tips wo es den besten Wind hat.
Weiter geht es zur Kerikeri Peninsula, wo Gary, ein Kollege eines Kollegen ein tolles Strandhaus mit einer fantastischen Aussicht auf die Bucht inklusive Sonnenuntergang hat. Gleich am ersten Abend gibt es BBQ und die nächsten Tage verbringen wir mit kleinen Ausflügen: weisser Sandstrände, türkisblaues Wasser und grüne Hügel mit weissen Wollknäueln (dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass es sich dabei um .... ja, ..... ja, genau, ...... Schafe handelt !!!) und weit und breit keine Menschenseele. Uns persönlich hat die Gegend hier oben im Norden von ganz Neuseeland am Besten gefallen.
Zwischendurch machen wir noch einen Ausflug ans Cape Reinga, kraxeln auf die Düne und bleiben zwei Tage in der wunderschönen Spirits Bay. Runter geht es auf der Ninety Miles Beach. Effektiv sind es nur 90 Kilometer, doch das tut dem Spass keinen Abbruch, mit 80 Sachen über den Sandstrand zu brettern. Der Wind schaut nicht so schlecht aus und ich packe den Kite aus. Doch leider ist die Strömung ziemlich stark, der Wind böig und ich komme kaum auf Touren. Dafür sind tags darauf die Bedingungen in der Doubtless Bay richtig gut und es macht Spass mal wieder zwischen den Wellen herumzudüsen. Zurück bei Gary geniessen wir die herrlichen Sonnenuntergänge auf seiner Terrasse.
Nach diesen entspannenden Tagen machen wir uns auf den Weg entlang der Westküste nach Auckland. Auch hier interessante Küstenlandschaft und immer wieder herrliche Ausblicke auf Meer und Klippen.
In Auckland quartieren wir uns wieder bei meiner Cousine ein und sie schenkt uns zum Abschied noch einen Rundflug um Auckland. Es war absolut super. Thanks a lot Zuza and Colin !!!

Und nun kommen wir zur Auflösung, was es mit dem Abflug auf sich hat:
Nach 3.5 Jahren der Reiserei haben wir beide Lust auf eine Auszeit, endlich mal wieder Familie und Freunde zu treffen, die kulturelle Vielfalt in Europa zu geniessen, mal wieder auf Skis und Snowboard zu stehen, die Fussball-WM ohne Zeitverschiebung mitzuerleben und die Reisekasse ein wenig aufzufüllen.
Wir haben unseren Landy an einem sicheren Ort bei Auckland eingestellt und im Herbst geht es dann wieder zurück nach Neuseeland und von dort verschiffen wir dann weiter nach Australien.
Die Mountainbikes kommen mit nach Hause und noch diverse andere Sachen, die wir zu Hause brauchen oder auf der Reise nicht mehr benötigen werden eingepackt. Mit der Personenwaage checken wir das Gewicht, damit wir nicht über das Limit kommen, da jedes Kilo drüber mit 88CHF zu Buche schlägt.
Nachdem ich mich von Esther verabschiedet habe (sniff), ist Stefan ein guter Freund von mir in Auckland eingetroffen und wir sind zweieinhalb Wochen lang über die Nordinsel gebrettert und ich habe ihn noch von Highlight zu Highlight gekarrt. War mal was anderes als Männerduo durch die Gegend zu düsen.

Nachdem Stefan abgeflogen ist, habe ich noch den Landy eingemottet, er bleibt nun für 6 Monate südlich von Auckland sicher eingestellt und nach unserer Rückreise nach Neuseeland werden wir ihn nach Australien verschiffen und dort geht die Reiserei weiter.

Das wär's mal von uns. Doch keine Angst, es wird keine Funkstille geben, wir werden auch von Zeit zu Zeit ein paar Eindrücke und Bilder aus der Schweiz aufs Netz knallen.

Ciao, hasta luego, so long, ate logo

 

Neujahrsparty
Highlandgames in Waipu
Esther feiert Geburtstag
Der harte Kern der Ruakaka-Gang
Ab geht's in den Norden
Es gibt Spätzli
Welch Farben
Eindrücke aus der Bay of Islands
Menschenleere Strände an der Kerikeri-Peninsula
Bei Gary
Endlich mal wieder Kiten !!!
Wir hatten herrliche Sonnenuntergänge von Gary`s Terrasse aus
Auf dem Weg nach Cape Reinga
In der Spirits Bay
Cape Reinga
Dünen
Auf dem 90 Miles Beach.

 

Nicht alle schaffen es vor der Flut vom Strand wegzukommen

8-Achser sind an der Tagesordnung in Neuseeland
Bei Opononi
Des Kiwis liebste Beschäftigung
Bei den riesigen Kauri Bäumen

Durchmesser bis zu 13 Meter, Höhe 65 Meter.

Leider wurden bis auf wenige Ausnahmen alle dieser Riesen umgesäbelt

Herrlicher See inmitten grüner Landschaft
Piha Bay bei Auckland
Rundflug um Auckland

Thanks a lot Zuza and Colin

Goodbye Zuza, Colin, Fiona and Derek !!!
Esther fliegt nach Hause
Letzter Reisebericht Seitenanfang Nächster Reisebericht